Irrtum 1: Eine Adresse in der Schweiz bedeutet FINMA-Aufsicht
Ein Sitz in der Schweiz sagt nicht, ob die FINMA die Plattform beaufsichtigt. Manche Anbieter wählen den Standort aus steuerlichen oder rechtlichen Gründen und haben keine Bewilligung als Finanzintermediär. Verlässlich ist nur die Suche im Bewilligungsträgerregister der FINMA.
Irrtum 2: Hohe Renditeversprechen sprechen für Qualität
Konkrete Renditeziele in Prozent oder Franken sind in der Regel Werbung, nicht Aufklärung. Marktrenditen hängen von vielen Faktoren ab, die niemand steuert. Eine seriöse Plattform verspricht keine Rendite, weil sie das nicht kann. Wer hohe Renditen zusagt, lässt das Marktrisiko bei Ihnen und verdient an den Gebühren.
Irrtum 3: Einlagen sind auf Plattformen automatisch geschützt
In der Schweiz schützt die Einlagensicherung Bankguthaben bis zu einem bestimmten Betrag. Das gilt für bewilligte Banken, nicht automatisch für Trading-Plattformen. Wie Einlagen bei einem bestimmten Anbieter geschützt sind, fragen Sie schriftlich. Die Antwort gehört in die AGB oder in eine separate Erklärung.
Irrtum 4: Ein Demokonto bildet den echten Handel ab
Demokonten helfen, die Oberfläche kennenzulernen, nicht das Gefühl eines echten Verlusts. Ohne Verlustrisiko entscheidet man anders als mit eigenem Kapital. Dazu können Ausführung und Spreads von den Live-Konditionen abweichen. Demo-Resultate sind keine Prognose für echte Ergebnisse.